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Serienmail in Gmail mit Google Sheets verschicken (2026)

Eine Serienmail in Gmail ist eine E-Mail, die an viele Empfänger geht, aber bei jedem persönlich ankommt – mit eigenem Namen, Firma und Anrede. Dafür brauchen Sie kein Newsletter-Tool: Eine Tabelle in Google Sheets, eine Vorlage mit Platzhaltern und eine Chrome-Erweiterung für Gmail reichen.

Diese Anleitung zeigt den Weg mit Zestmail für Gmail. Die Serienmail-Funktion gehört zu Zestmail Pro (9 $ pro Monat oder 69 $ pro Jahr); jede Neuinstallation beginnt mit einer 7-tägigen Pro-Testphase, sodass Sie Ihre erste Serienmail verschicken können, bevor Sie etwas bezahlen. Erweiterung und Website sind auf Englisch – die Menüpunkte unten nennen wir deshalb mit ihren englischen Bezeichnungen.

Ein Hinweis vorab: Wer Google Workspace nutzt, findet in Gmail je nach Tarif bereits einen eingebauten Serienbrief-Modus mit Google-Sheets-Anbindung. Ob er in Ihrem Konto verfügbar ist, sehen Sie beim Verfassen einer E-Mail rechts neben dem Empfängerfeld. Wer ein privates Gmail-Konto hat oder zusätzlich wissen möchte, wer die Mail geöffnet hat, ist mit dem Weg unten besser bedient.

Was Sie brauchen

  1. Ein Google-Konto mit Gmail
  2. Eine Google-Tabelle (Google Sheets) mit Ihren Empfängern
  3. Die Zestmail-Erweiterung für Chrome

Serienmail in Gmail Schritt für Schritt

Schritt 1: Google-Tabelle vorbereiten

Legen Sie pro Empfänger eine Zeile an. Die erste Zeile enthält die Spaltenüberschriften – sie werden später zu Ihren Platzhaltern:

email vorname firma position
[email protected] Anna Müller GmbH Vertriebsleiterin
[email protected] Jonas Schmidt & Partner Geschäftsführer
[email protected] Lea Weber Logistik Projektleiterin

Wichtig: Eine Spalte muss die E-Mail-Adressen enthalten. Nennen Sie sie eindeutig, zum Beispiel „email“. Vermeiden Sie Umlaute und Leerzeichen in den Überschriften („vorname“ statt „Vorname des Ansprechpartners“), dann lassen sich die Platzhalter leichter tippen.

Schritt 2: Zestmail installieren

Fügen Sie Zestmail aus dem Chrome Web Store hinzu und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Google fragt dabei, ob Zestmail Ihre Google-Tabellen lesen (nur lesend) und in Ihrem Namen E-Mails senden darf – beides ist für die Serienmail nötig. Zugriff auf Ihren Posteingang verlangt die Erweiterung nicht.

Schritt 3: Mail Merge öffnen

Klicken Sie auf das Zestmail-Symbol in der Browser-Symbolleiste. Wählen Sie im Tab Home unter „Features“ den Punkt Mail Merge. Fügen Sie die URL Ihrer Google-Tabelle ein und klicken Sie auf Load Spreadsheet.

Schritt 4: Vorlage schreiben

Zestmail versucht, die E-Mail-Spalte automatisch zu erkennen; prüfen Sie, ob die richtige ausgewählt ist. Schreiben Sie dann Betreff und Text mit Platzhaltern im Format {{spaltenname}} – die verfügbaren Spalten werden unter dem Editor angezeigt.

Betreff: Hallo {{vorname}}, kurze Frage zu {{firma}}

Der Text wird als HTML verarbeitet, setzen Sie jeden Absatz deshalb in <p>-Tags:

<p>Hallo {{vorname}},</p>
<p>mir ist aufgefallen, dass {{firma}} gerade stark wächst – herzlichen Glückwunsch.
Gern zeige ich Ihnen, wie wir Ihr Team als {{position}} unterstützen könnten.</p>
<p>Hätten Sie diese Woche 15 Minuten Zeit?</p>
<p>Viele Grüße<br>Ihr Name</p>

Achten Sie bei der Anrede auf die Daten: Wenn Sie in der Tabelle „Sie“ und „du“ mischen, legen Sie eine eigene Spalte „anrede“ an, statt sich auf eine Formulierung für alle zu verlassen.

Schritt 5: Vorschau prüfen und senden

Zestmail zeigt eine Vorschau der ersten drei E-Mails mit ausgefüllten Platzhaltern. Kontrollieren Sie Umlaute, Anrede und leere Felder, dann klicken Sie auf Send All.

Jede E-Mail wird einzeln aus Ihrem Gmail-Konto verschickt und erhält ein eigenes Tracking-Pixel. So sehen Sie später pro Empfänger, ob und wann die Mail geöffnet wurde. Eigene Öffnungen und typische Bot-Öffnungen filtert Zestmail heraus.

Schritt 6: Ergebnisse verfolgen

Nach dem Versand finden Sie im Tab Activity die Öffnungen mit Zeitpunkt, sobald sie eintreffen. Ganz zuverlässig ist Öffnungs-Tracking grundsätzlich nicht: Wer Bilder in seinem Mailprogramm blockiert oder einen Datenschutz-Proxy wie Apple Mail Privacy Protection nutzt, wird nicht oder verzerrt erfasst. Nutzen Sie die Daten als Hinweis, nicht als Beweis.

Tipps für bessere Serienmails

  1. Mehr personalisieren als nur den Namen. Nennen Sie Firma, Position oder etwas, das wirklich auf diese Person zutrifft.
  2. Kurz halten. Eine Serienmail sollte sich lesen wie eine Nachricht von einer Person an eine andere – nicht wie ein Newsletter.
  3. In kleineren Paketen senden. Gmail begrenzt, wie viele E-Mails ein Konto pro Tag verschicken darf; private Gmail-Konten haben ein niedrigeres Limit als Google Workspace. Teilen Sie große Listen auf mehrere Tage auf.
  4. Zuerst bei denen nachfassen, die geöffnet haben. Der Tab Activity zeigt, wer die Mail gelesen hat – damit priorisieren Sie Ihre Rückfragen. Das Nachfassen selbst erledigen Sie wie gewohnt von Hand in Gmail.

Kostenlos oder Pro

Die Serienmail ist eine Pro-Funktion (9 $ pro Monat oder 69 $ pro Jahr), Neuinstallationen enthalten eine 7-tägige Pro-Testphase. Der kostenlose Tarif umfasst Öffnungs-Tracking für bis zu 20 E-Mails pro Tag; diese E-Mails tragen eine kleine Fußzeile „Sent with Zestmail“. Die Details stehen auf der Preisseite von Zestmail.